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Förderung der Lesefähigkeit…

 

3. Die Wichtigkeit der Dekodierung

Beim Lesen muss man zwischen Sinnerwartung, Dekodierung und Sinnentnahme unterscheiden. Die Sinnerwartung sorgt dafür, dass wir beim Lesen eines bestimmten Themas Zusammenhänge mitdenken, die beim Lesen wie eine Art Hintergrundwissen ständig aktualisiert werden. Die Dekodierung, also die Unterscheidung der Buchstaben, ihre Reihenfolge und ihre Übertragung in die Abfolge der Laute, sorgt dafür, das wahrzunehmen, was der Text oder das Wort vermitteln möchte. Somit kann man sich die Dekodierung als eine Kontrolle der Sinnerwartung vorstellen, die dann dazu führt, dass die richtige Sinnentnahme erreicht wird. Wird zu früh mit einer Sinnerwartung lesen gelernt, kann ratendes Lesen entstehen. Kinder fixieren dann meist den Anfang eines Wortes und denken sich eine passende Fortsetzung, die sie aber nicht an charakteristischen Merkmalen eines Wortes prüfen. Weiter unten wird ein neues Testverfahren vorgestellt, das die Dekodierungsleistung prüfen kann.

4. Ergänzende Gestaltungsformen zur Silbengliederung

Um die Dekodierung zu erleichtern ist die Gestaltung zu beachten. Vielfältige Gestaltungsformen für Buchstaben, Silben und Wörter sind möglich und sorgen zugleich für eine Abwechslung beim Lesen. Summarisch sind die wichtigsten: Leseband, Silbenblock, Silbentreppe, Reimwörter, Wortpyramide, Wortschlange, Wortstrukturen und wiederkehrende Silben.

Die Gestaltungsformen für Sätze und Texte sind: Einwortzeile, Überschauzeile, Satzpyramide, Gelenkwort-Sätze, Satzumstellung, Satzerweiterung und Sinnschrittgliederung. Alle Gestaltungsformen wurden in einem früheren „Sprachrohr Lerntherapie“ (3) dargestellt.

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