Therapie

Integrative Therapie als Zweiertherapie oder Einzeltherapie

Wir arbeiten mit den Kindern in einer Zweiertherapie oder Einzeltherapie. Die Kinder werden auf Basis der Diagnose ausgewählt, so dass eine homogene Situation zwischen den beiden Kindern besteht. Kinder erfahren in der Partnersituation, dass sie nicht allein betroffen sind. In der Erfahrung entsteht ein Moment der Solidarität, das im schulischen Lernen oft durch Konkurrenzverhalten verdeckt wird. Kinder lernen, Fehler bei anderen nicht zur Abgrenzung, sondern als Anlass zum Helfen und Unterstützen zu bewerten und entsprechend darauf zu reagieren. Diese Erfahrung ist in der kommunikativen Therapiesituation am besten zu erreichen.

Unsere Therapieform wird als Fachleistungsstunde gekennzeichnet, da sie zur direkten Therapiestunde mit den Kindern weitere Aufgaben für das Kind erfüllt, die für den Erfolg der Therapie notwendig sind.

1. Auditive Wahrnehmungstherapie nach Lers (Lese-Rechtschreibsystem)

Die lautanalytische Wahrnehmungstherapie dient der Herausbildung der phonematischen Bewusstheit, d. h. der Fähigkeit, die Lautschrift durch das sichere Zuordnen von Phonem und Graphem zu beherrschen.

2. Visuelles Wahrnehmungstraining für das Schreiben

Der Schrifterwerb erfordert die Feindifferenzierung von Zeichen und das Erkennen ihrer Raumlage.

3. Hilfen zur Dekodierung und zum Textlesen

Wenn man nicht ratend lesen soll, dann muss zunächst die Dekodierung geübt werden, d. h. das genaue Lesen, was da steht. Dafür nutzt man zunächst Silben oder Wörter, um den Augen nicht zu viel Information zu bieten, denn die lesenden Augen sehen immer drei Bereiche, den Schärfebereich von ca. 4 Buchstaben, den Unschärfebereich von ca. 7-10 Buchstaben und die Peripherie von ca. 15 Buchstaben. Zusätzlich wird durch die Sprünge der Augenbewegung mancher Wortteil nicht richtig wahrgenommen und wird dann sinngemäß geraten.

4. Therapeutische Maßnahmen

Legasthenie ist bei den meisten Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen und psychoreaktiven Symptomen assoziiert, wie Vermeidungsverhalten und inadäquate Anpassungsreaktionen auf Belastungen. Deshalb wird Lernen in einem therapeutischen Setting vermittelt.

Es integriert verschiedene Maßnahmen:

5. Eltern- und Lehrerberatung

Zum Erfolg der Therapie gehört die Berücksichtigung des Lernumfeldes der Kinder, damit Eltern und Lehrer der Lernverzögerung mit Verständnis begegnen.